09.03.2012 08:37

HAI-Geschäftsführer van Gils: "Gab nie Angebot für italienisches Werk"

Der oberösterreichische Aluminiumprofil-Hersteller HAI aus Ranshofen dementiert Interesse an der Übernahme einer Produktionsanlage des US-Multikonzerns Alcoa auf Sardinien. Das teilte Geschäftsführer Rob C. J. van Gils der APA mit. Es sei "nie ein Angebot abgegeben" worden.

Bild: HAI Aluminium

Italienische Medien wollten wissen, dass die Oberösterreicher beim Industrieministerium in Rom Interesse für eine Produktionsanlage in Portovesme im süd-westlichen Teil Sardiniens bekanntgegeben hätten, das im Besitz des US-Multikonzerns Alcoa steht. Der Sekretär der Metallgewerkschaft FIM Marco Bentivogli sprach von einer "Einreichung einer Interessenerklärung am Donnerstag". Es sei "nie ein Angebot abgegeben" worden, dementiert jedoch HAI-Chef Rob C. J. van Gils.

Aluproduktion in Europa "keine Zukunft"

Zu Expansionsplänen meinte er: "Wir halten die Augen offen, wenn etwas dabei ist, kann man das nicht ausschließen." Die Gruppe sei in den vergangenen Jahren organisch stark gewachsen. "Wir sind stark im Recycling", man habe ein Werk in Rumänien, sei in Ranshofen in dem Bereich tätig. "Wir sehen das als Zukunft", so Van Gils, die Aluminium-Produktion in Europa hingegen nicht. (APA/red)