Aus- und Weiterbildungen Österreich 2026 : Weiterbildungsmarkt in Bewegung: Das sind die besten Seminaranbieter Österreichs 2026

Ranking der besten Weiterbildungsmöglichkeiten in Österreich 2024

Spitzenreiter, Aufsteiger, Absteiger: Das neue Ranking zeigt, welche Seminaranbieter 2026 in Österreich vorne liegen – und wer überraschend zurückfällt.

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Die Anforderungen an berufliche Weiterbildung haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Es geht nicht mehr nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern darum, Kompetenzen aufzubauen, die in einem dynamischen und technologisierten Arbeitsumfeld bestehen können. Wer Weiterbildung heute ernst nimmt, muss nicht nur fachlich liefern, sondern auch didaktisch, methodisch und strukturell überzeugen.

Vor diesem Hintergrund hat brandscore.at im Auftrag des INDUSTRIEMAGAZIN erneut jene Seminaranbieter unter die Lupe genommen, die in Österreich besonders gefragt sind. Basis ist eine breite Unternehmensbefragung, die zeigt: Qualität wird nicht allein an Inhalten gemessen, sondern an ihrer Umsetzbarkeit im beruflichen Alltag – an der Wirksamkeit von Trainings.

Auffällig ist 2026 vor allem eines: Unternehmen suchen nach Partnern, nicht nach Programmen. Sie erwarten Weiterbildung, die auf individuelle Herausforderungen eingeht – sei es in der Führungskräfteentwicklung, im Umgang mit digitalen Tools oder bei strategischen Zukunftsthemen wie KI, Nachhaltigkeit oder Change Management. Anbieter, die in der Lage sind, solche Anforderungen systematisch aufzugreifen und passgenau umzusetzen, gewinnen an Relevanz.

Das Ranking zeigt auch: Während große Anbieter durch Struktur, Ressourcen und thematische Breite punkten, können kleinere, spezialisierte Player durch Tiefe, Nähe zur Praxis und hohe Flexibilität überzeugen. Die besten Seminaranbieter sind daher nicht zwingend die größten – sondern jene, die Lernprozesse als strategisches Instrument begreifen und Weiterbildung als langfristige Investition verstehen.

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Gesamtanbieter im Seminar-Ranking: WIFI bleibt vorn – doch der Abstand zur Konkurrenz schrumpft

Der österreichische Weiterbildungsmarkt bleibt auch 2026 in Bewegung. Das aktuelle Seminaranbieter-Ranking verdeutlicht: In der Kategorie „Gesamtanbieter“, die Institute mit besonders breitem Themenspektrum umfasst, dominieren zwar weiterhin bekannte Namen – doch der Wettbewerb wird dichter. Neue Anbieter rücken auf, etablierte verlieren vereinzelt an Boden. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Weiterbildung bleibt aber hoch.

Das WIFI Österreich führt das Ranking erneut an. Mit einer Bewertung von 2,16 bestätigt das Institut seine Spitzenposition und unterstreicht seine starke Stellung in der österreichischen Bildungslandschaft. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind ein umfassendes Angebot, Praxisbezug und hohe Kundenzufriedenheit. Auch das BFI Österreich behauptet sich mit einer Bewertung von 2,32 und belegt weiterhin Rang 2. Die beiden führenden Anbieter zeigen, dass flächendeckende Präsenz, langjährige Erfahrung und konstante Qualität weiterhin zentrale Kriterien für den Markterfolg sind.

TÜV SÜD verzeichnet eine deutliche Verbesserung: Mit einer Bewertung von 2,58 steigt das Institut von Rang 6 auf Platz 3. Dies verdeutlicht, dass gezielte Investitionen in Didaktik, Inhalte und Servicequalität auf positive Resonanz stoßen. Die TÜV AUSTRIA Akademie rutscht mit leicht verschlechterter Bewertung (2,71 nach 2,60 im Vorjahr) von Platz 3 auf Rang 4 ab. Auch Austrian Standards verliert im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Boden und fällt von Rang 4 auf Platz 8 zurück. Die Verschiebungen zeigen: In der Spitzengruppe führt bereits eine geringfügige Veränderung im Bewertungsschnitt zu spürbaren Platzierungsveränderungen.

  • Tatjana baborek
    „Weiterbildung stärkt Innovationen, fördert Zukunftskompetenzen und sichert nachhaltigen Erfolg."

    Mag. Tatjana Baborek, Institutsleiterin WIFI Österreich

Führung, Team & Persönlichkeitsentwicklung: Neue Player mischen die Spitze auf

Die Anforderungen an Führungskräfte verändern sich stetig – ebenso wie die Weiterbildungslandschaft, die auf diese Entwicklungen reagieren muss. In der Kategorie „Führung, Team- und Persönlichkeitsentwicklung“ behaupten sich bewährte Anbieter, während andere mit teils spektakulären Sprüngen oder empfindlichen Rückgängen für Dynamik im Feld sorgen.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt erneut die WU Executive Academy. Mit einer Bewertung von 2,67 verteidigt sie souverän Platz 1 und unterstreicht damit ihre führende Rolle im Bereich Leadership-Entwicklung. Dass sie diesen Platz bereits im Vorjahr innehatte, spricht für Kontinuität und eine konstant hohe Qualität im Angebot. Knapp dahinter folgt das Hernstein Institut für Management und Leadership, das ebenfalls Stabilität beweist. Mit einer Bewertung von 2,68 bleibt das Institut wie im Vorjahr auf Platz 2 und bestätigt seine starke Position unter den Top-Anbietern.

Für Aufmerksamkeit sorgt in diesem Jahr besonders die MDI Management Development GmbH: Das Unternehmen verbessert sich deutlich – von Rang 14 auf Platz 3 – und positioniert sich damit neu im Spitzenfeld. Diese Entwicklung, bei gleichzeitiger Steigerung der Bewertung auf 2,73, zeigt, dass gezielte Investitionen in Leadership-Programme und Individualisierung Wirkung zeigen. Die GfP – Gesellschaft für Personalentwicklung kann ihre starke Vorjahresplatzierung nicht halten und rutscht mit 2,84 von Rang 4 auf Platz 10 ab – trotz einer besseren Bewertung im Vergleich zum Vorjahr.

Erfreuliche Entwicklungen zeigen sich bei Roland Gareis Consulting (von Rang 12 auf 5) sowie CiT-Management-Individual-Training (von Rang 11 auf 7). Beide Institute konnten ihre Bewertungen verbessern und so im Ranking deutlich zulegen. Auch das Kaizen Institut Austria klettert mit einer Bewertung von 2,82 von Rang 16 auf Rang 9 – ein klares Zeichen dafür, dass auch spezialisierte Anbieter im Bereich Persönlichkeitsentwicklung zunehmend punkten.

Die WU Executive Academy belegt 2024 erneut den Spitzenplatz in der Kategorie Führung, Team & Persönlichkeitsentwicklung

- © Wirtschaftsuniversität Wien

Strategie: Enge Entscheidung an der Spitze – und ein Senkrechtstarter aus dem Nichts

Die Fähigkeit, strategisch zu denken und zu handeln, gehört zu den entscheidenden Kompetenzen moderner Führungskräfte. Die Kategorie „Strategie“ präsentiert sich dabei besonders dynamisch: An der Spitze gibt es einen Führungswechsel – und einige Anbieter überraschen mit markanten Sprüngen nach oben. An die Spitze setzt sich in diesem Jahr das Hernstein Institut für Management und Leadership, das mit einer Bewertung von 2,62 den ersten Platz erreicht. Damit verdrängt das Institut die WU Executive Academy vom Vorjahresthron und beweist, dass fundierte Führungsausbildung mit strategischem Fokus in Hernstein weiterhin großgeschrieben wird.

Die WU Executive Academy folgt knapp dahinter mit einer Bewertung von 2,63 und rutscht damit auf Platz 2. Der geringe Unterschied zum Erstplatzierten unterstreicht, wie eng das Spitzenfeld beisammen liegt. Beide Anbieter zeigen, dass sie über Jahre hinweg mit hoher Qualität und Relevanz überzeugen können. Die eigentliche Sensation in dieser Kategorie liefert jedoch Seminar DMC: Mit einem Sprung von Rang 15 auf Platz 3 katapultiert sich der Anbieter ins Spitzenfeld – und das trotz einer nur leicht verbesserten Bewertung. 

IT-Ranking: Technikum Wien bleibt unangefochten

Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor stetig neue Herausforderungen – entsprechend hoch sind die Anforderungen an IT-Schulungen und technologische Weiterbildung. Unangefochten an der Spitze bleibt auch in diesem Jahr die Technikum Wien Academy. Mit einer Bewertung von 2,60 sichert sich der Anbieter erneut Platz 1 und unterstreicht seine herausragende Stellung im IT-Bildungsbereich. Die Konstanz spricht für eine stabile Qualität und ein Angebot, das mit technologischen Entwicklungen Schritt hält.

Auf den Plätzen 2 und 3 machen zwei Anbieter Boden gut: Die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) verbessert sich mit einer Bewertung von 2,72 um einen Rang und zeigt, dass fundiertes IT-Wissen und Netzwerkorientierung am Markt überzeugen. Auch Mensch und Maschine Austria rückt nach vorne – mit 2,78 und einem Sprung von Rang 4 auf Platz 3.

  • Mathias Forjan
    "Unser Anspruch ist es, IT- und KI-Kompetenzen so zu vermitteln, dass sie unmittelbar im Arbeitsalltag wirksam werden und Unternehmen helfen, mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten."

    Mathias Forjan, Geschäftsführer der Technikum Wien Academy

KI erobert die Weiterbildung – Technikum Wien vor WU an der Spitze

Mit dem Jahr 2026 hält erstmals die Kategorie „Künstliche Intelligenz (KI)“ Einzug in das Seminaranbieter Ranking des Industriemagazins – ein deutliches Signal dafür, wie zentral das Thema inzwischen in der betrieblichen Weiterbildung angekommen ist. Die neuen Bewertungen zeigen: Erste Strukturen im Weiterbildungsmarkt zu KI zeichnen sich ab, und einige Anbieter übernehmen bereits eine Vorreiterrolle.

An der Spitze der neuen Kategorie steht die Technikum Wien Academy mit einer Bewertung von 2,66. Der Anbieter zeigt damit, dass er nicht nur technologische Kompetenz besitzt, sondern diese auch in hochwertige Schulungsformate übersetzt. Als erstplatzierter Anbieter im Premierenjahr setzt die Academy eine starke Benchmark für die kommenden Rankings.

Nur knapp dahinter positioniert sich die WU Executive Academy mit 2,69 auf Rang 2. Sie beweist damit einmal mehr, dass sie aktuelle Zukunftsthemen rasch aufgreift und fundiert in ihr Weiterbildungsportfolio integriert – mit einem klaren Fokus auf strategische Anwendungen von KI im Unternehmenskontext.

Auf den Plätzen 3 und 4 folgen das BFI Österreich und die Akademie für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, jeweils mit einer Bewertung von 2,72. Beide Anbieter zeigen, dass auch außerhalb der klassischen Hochschullandschaft hochwertige KI-Weiterbildung angeboten wird – praxisnah, verständlich und am Puls der Zeit.

Technikum Wien: Platz 1 in den Kategorien KI und Informationstechnologie 

- © Technikum Wien

Logistik-Ranking: Überraschende Verschiebungen

Die Logistikbranche steht unter ständigem Innovationsdruck – ob durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder veränderte Lieferketten. Umso wichtiger sind zielgerichtete Weiterbildungsangebote, die Fachwissen mit Praxisnähe verbinden. In der Kategorie „Logistik“ ist heuer besonders viel Bewegung zu beobachten – nicht zuletzt durch die Ergänzung zahlreicher Anbieter im Ranking.

Angeführt wird das Feld in diesem Jahr vom ÖPWZ – Österreichisches Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrum, das sich mit einer Bewertung von 2,65 an die Spitze setzt. Damit gelingt es dem traditionsreichen Weiterbildungsinstitut, seine Expertise in wirtschaftsnahen Bereichen nun auch im Logistiksektor unter Beweis zu stellen.

Knapp dahinter folgt der VNL – Verein Netzwerk Logistik mit 2,67 auf Rang 2. Der Branchenverband zeigt, dass praxisorientierte, themenspezifische Schulungsformate in der Logistik stark nachgefragt werden – besonders dort, wo Theorie und operative Anforderungen eng verzahnt sind. Etwas überraschend fällt der BMÖ – Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik auf Rang 3 zurück (Vorjahr Platz 1), trotz einer soliden Bewertung von 2,69. Der leichte Rückgang deutet auf ein wettbewerbsintensives Umfeld hin, in dem kleinste Unterschiede in Bewertung oder Wahrnehmung bereits deutliche Auswirkungen im Ranking haben können.

Marketing: Neue Nummer 1 – und bittere Rückschläge für etablierte Anbieter

Auch Marketing und Vertrieb sind im Wandel: Digitale Kanäle, verändertes Konsumverhalten und neue Kommunikationsformen verlangen nach frischem Know-how und strategischer Schulung. Während ein neuer Anbieter an die Spitze stürmt, müssen andere namhafte Akteure teils deutliche Rückschläge hinnehmen.

An der Spitze steht heuer erstmals die WIFI Werbeakademie, die sich mit einer Bewertung von 2,79 an die erste Stelle setzt. Damit gelingt es dem Institut, seine langjährige Expertise im Marketingbereich erfolgreich zu positionieren und sich in einem hochkompetitiven Umfeld durchzusetzen. Auf Platz 2 folgt der Vorjahressieger HPS – Ihr Spezialist für Präsentation und Rhetorik mit 2,83, das zwar inhaltlich nach wie vor hoch bewertet wird, aber im Vergleich zum Vorjahr leicht an Boden verliert. Dennoch bleibt HPS unter den Top-Anbietern im Bereich Kommunikation und Vertriebsrhetorik.

Neu in den vorderen Rängen ist Management Exzellenz auf Platz 3 mit einer Bewertung von 2,85 – ein Anbieter, der mit einem klaren Fokus auf praxisnahe Führungskompetenz und Verkaufspsychologie punktet. Dahinter behauptet sich das VBC Verkaufstrainingsinstitut stabil auf dem vierten Rang (2,88), dicht gefolgt von der Wirtschaftsakademie Wien. Deutliche Verschiebungen zeigt das Mittelfeld: Die Sales Manager Akademie fällt von Rang 3 auf Platz 6, während die social media akademie, noch 2025 auf dem zweiten Platz, nun auf Rang 9 zurückrutscht – trotz ansteigender Bewertung.

Das WIFI Wien bietet seit über 75 Jahren Weiterbildungen an 

- © WIFI Wien

Finanzen, Recht & Controlling: Starke Spitze – Rückgänge bei etablierten Größen

Die Anforderungen in den Bereichen Finanzen, Recht und Controlling wachsen stetig – sei es durch regulatorische Neuerungen, Digitalisierung oder den steigenden Druck auf Transparenz und Effizienz. Umso wichtiger sind spezialisierte Weiterbildungen, die Fachwissen praxisnah und aktuell vermitteln. Das Seminaranbieter Ranking zeigt in der Kategorie „Finanzen, Recht & Controlling“ ein klares Bild: Während sich an der Spitze wenig verändert, rutschen einige namhafte Anbieter überraschend ab.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt das Controller Institut, das seine Bewertung im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessern konnte – von 2,63 auf 2,56. Damit behauptet es nicht nur Platz 1, sondern baut seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz weiter aus. Eine klare Bestätigung für kontinuierlich hohe Qualität und fachliche Exzellenz.

Auf Rang 2 folgt die ARS Akademie mit einer Bewertung von 2,58, dicht gefolgt von der WIFI Finanzakademie mit 2,59. Beide Institute zählen zu den Gewinnern des Rankings und konnten ihre Position im Vergleich zum Vorjahr festigen oder verbessern – ein Zeichen für thematische Schärfung und gutes Marktfeedback.

Dagegen mussten einige Anbieter Platzierungen abgeben: Die Rechtsakademie MANZ fällt mit 2,61 von Platz 3 auf Rang 4 zurück. Die Akademie der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer rutscht von Rang 2 auf Platz 5 (Bewertung: 2,68). Auch die Kanzian Engineering & Consulting GmbH verliert zwei Plätze und liegt nun auf Rang 6 mit 2,80. Zwar bewegen sich alle weiterhin im soliden Bewertungsbereich, doch der Wettbewerb ist dichter geworden.

  • Richard Melbinger ARS
    "Unsere Expert*innen sind oft an der Ausarbeitung gesetzlicher Regelungen beteiligt, wodurch wir direkt an der Quelle rechtlichen Fachwissens sitzen.“

    Richard Melbinger, ARS Akademie

Sprachen: Starke Aufsteiger und ein stabiler Spitzenreiter im Ranking der Sprachkompetenz

In einer globalisierten Arbeitswelt sind Sprachkenntnisse ein entscheidender Erfolgsfaktor – ob im internationalen Vertrieb, bei Verhandlungen oder im interkulturellen Team. Wer Sprachtrainings anbietet, muss daher nicht nur sprachlich überzeugen, sondern auch didaktisch, methodisch und organisatorisch auf der Höhe der Zeit sein. Das aktuelle Seminaranbieter-Ranking zeigt: Der Markt ist in Bewegung – mit teils deutlichen Verbesserungen bei etablierten Namen und konstant starken Leistungen an der Spitze.

Angeführt wird das Ranking wie im Vorjahr vom The Cambridge Institute, das seine Bewertung von 2,56 auf hervorragende 2,50 verbessern konnte. Damit festigt das Institut seine führende Rolle im Bereich Sprachtrainings – ein klares Zeichen für Qualität, Verlässlichkeit und internationale Ausrichtung.

Auf dem zweiten Platz bleibt Berlitz, das mit einer Bewertung von 2,56 ebenfalls eine positive Entwicklung verzeichnet (Vorjahr: 2,67). Als weltweit bekannter Anbieter mit jahrzehntelanger Erfahrung punktet Berlitz offenbar weiterhin durch methodische Vielfalt und flächendeckende Präsenz.

Der dritte Rang geht in diesem Jahr an The Language Company Sprachinstitut, das sich mit einer Bewertung von 2,62 (Vorjahr: 2,73) gleich um einen Platz verbessert. Ähnlich erfreulich: KERN CEF klettert mit 2,66 von Platz 7 auf Rang 4, während auch inlingua Wien und biz.talk Language Consulting (jeweils 2,67 bzw. 2,71) Plätze gutmachen.

  • Florian M. Karnutsch Managing Director
    "Es ist einfach großartig, wie wir unsere Kundinnen und Kunden täglich dabei unterstützen können, ihre Sprachziele zu erreichen. Die Freude und das Engagement, mit dem unsere Lehrkräfte und das Admin-Team an die Sache herangehen, sind beeindruckend - und tragen ganz offensichtlich Früchte."

    Florian M. Karnutsch, Geschäftsführer, The Cambridge Institute

Produktion & Fertigung: Neue Führung und dichter Wettbewerb in einem spezialisierten Segment

Effiziente Produktionsprozesse und Fertigungskompetenz sind zentrale Erfolgsfaktoren in der Industrie – und stellen hohe Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung. In der Kategorie „Produktion & Fertigung“ zeigt sich ein enges Rennen um die Spitzenplätze – mit einem neuen Erstplatzierten und deutlichen Verschiebungen im Mittelfeld.

Neu an der Spitze steht in diesem Jahr die StEP-Up-Akademie, die mit einer Bewertung von 2,74 den ersten Platz erobert. Damit verdrängt sie die TÜV AUSTRIA Akademie, die mit 2,75 knapp dahinter auf Platz 2 liegt. Die beiden Institute liegen mit ihren Bewertungen nur um einen Hundertstelpunkt auseinander – ein deutliches Zeichen für die starke Konkurrenz und die hohe Leistungsdichte in diesem Bereich.

Auf Platz 3 folgt das WIFI Österreich mit einer Bewertung von 2,79, das sich ebenfalls im Spitzenfeld behauptet. Alle drei Top-Anbieter bewegen sich auf sehr gutem Bewertungsniveau und zeigen, dass sie mit praxisorientierten, technisch fundierten Inhalten bei den Unternehmen punkten können.

  • Step Up Berndt Jung
    „Unsere Trainings und Lehrgänge zeichnen sich durch besondere Praxisorientierung aus, was von integrierten Lernspielen und Praxisbeispielen bis hin zur praktischen Anwendung im Unternehmen reicht.“

    Dr. Berndt Jung, Geschäftsführer, StEP-Up Quality & Productivity

Facility Management: Kanzian Engineering festigt Führungsrolle – enges Rennen im oberen Mittelfeld

Facility Management hat sich längst vom klassischen Gebäudemanagement zu einem hochkomplexen Kompetenzfeld entwickelt, das technisches Know-how mit wirtschaftlicher Steuerung verbindet.

Unangefochten auf Platz 1 liegt wie im Vorjahr die Kanzian Engineering & Consulting GmbH. Mit einer klar verbesserten Bewertung von 2,61 (Vorjahr: 2,79) setzt das Unternehmen ein starkes Zeichen und baut seine Führungsrolle weiter aus. Die konstant gute Positionierung zeigt: Wer Fachwissen mit Praxisnähe und Branchenverständnis verbindet, bleibt gefragt. Auch die TÜV AUSTRIA Akademie sichert sich mit 2,71 erneut den zweiten Platz – ebenfalls mit einer besseren Bewertung als im Vorjahr (2,87). Damit etabliert sich die Akademie als feste Größe im Bereich technischer Weiterbildung mit Fokus auf Infrastruktur- und Gebäudemanagement.

Auf Rang 3 folgt Roiger, das seine Bewertung leicht verbessern konnte (von 2,87 auf 2,81) und seine Vorjahresplatzierung somit bestätigt. Dahinter kommt es zu einem kleinen Rückschlag für ATGA: Trotz einer stabilen Bewertung (2,84 → 2,86) rutscht die Akademie von Platz 2 auf Rang 4 zurück – ein Zeichen für die steigende Dichte und das wachsende Qualitätsniveau im Spitzenfeld.

  • Rudolf Kanzian
    "Der persönliche Austausch unter den Teilnehmern, Kamingespräche, in denen das tagsüber Erarbeitete gefestigt wird und die hohe Kompetenz der Vortragenden werden bei den KEC-Seminaren besonders geschätzt und das seit bereits 27 Jahren."

    Rudolf Kanzian 

Seminaranbieter-Ranking 2026

Seminaranbieter-Ranking 2026

Seminaranbieter-Ranking 2026 +

Das Seminaranbieter-Ranking 2026 wurde von brandscore.at im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN durchgeführt. Für die Erhebung wurden 500 Personen aus Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten befragt. Die Teilnehmer setzten sich aus 250 HR-Entscheidern und Managern sowie 250 Mitarbeitenden bzw. Seminarbesuchern zusammen.

So wurde bewertet: +

Das Ranking ist – wie in den Vorjahren – in die Kategorie „Gesamtanbieter“ und acht Einzelkategorien unterteilt. Basis für die Platzierungen war der Imagewert, den die Seminaranbieter durch die Bewertungen der Studienteilnehmenden erzielten. Die Beurteilung erfolgte mittels eines Schulnotensystems.

Ergänzend zum Ranking wurden im Rahmen einer Studie auch branchenrelevante Fragestellungen erhoben, um ein umfassendes Bild über die Anforderungen und Trends im Weiterbildungsmarkt zu liefern. Das Ranking 2025 spiegelt nicht nur die Qualität und Zufriedenheit mit den Anbietern wider, sondern bietet auch wichtige Einblicke in die Entwicklungen und Herausforderungen der Weiterbildungsbranche.

Weiterbildung als strategischer Erfolgsfaktor: Vom Ranking zur Analyse

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels stehen Unternehmen vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits gilt es, qualifizierte Talente zu gewinnen – andererseits rückt die gezielte Bindung und Förderung bestehender Mitarbeitender zunehmend in den Fokus. Seminare und berufliche Weiterbildungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie helfen, Wissen aktuell zu halten, Kompetenzen auszubauen und Mitarbeitende gezielt auf künftige Anforderungen vorzubereiten.

Das aktuelle Seminaranbieter-Ranking 2026 zeigt, welche Bildungseinrichtungen in Österreich besonders gut abschneiden und worauf Unternehmen bei der Auswahl setzen. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen – etwa durch Digitalisierung oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz – wird deutlich: Qualifizierung ist nicht nur ein Beitrag zur persönlichen Entwicklung, sondern ein entscheidender Hebel für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

Doch welche Themen im Vordergrund? Nach welchen Kriterien bewerten Unternehmen Weiterbildungsanbieter? Und welche Bedeutung kommt Aspekten wie Praxisorientierung oder Mitarbeiterbindung zu? Die begleitende Studie liefert vertiefende Einblicke in diese Fragen – und macht deutlich: Weiterbildung ist weit mehr als ein Kostenfaktor. Sie ist eine nachhaltige Investition in die Zukunftsfähigkeit von Organisationen.

Weiterbildungsbudgets 2026: Unternehmen setzen weiter auf Kompetenzaufbau

Die aktuelle Auswertung zeigt: Die Investitionsbereitschaft österreichischer Unternehmen in Fort- und Weiterbildung bleibt auf einem stabilen Niveau. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen (24,3 %) hat das Weiterbildungsbudget im Vergleich zum Vorjahr erhöht – ein Zeichen dafür, dass gezielte Kompetenzentwicklung weiterhin als strategische Priorität gilt.

Der Großteil der Unternehmen (52,7 %) ließ das Budget unverändert – ein klares Signal für die feste Verankerung von Weiterbildungsmaßnahmen in der betrieblichen Planung. Auch wenn damit kein Wachstum verbunden ist, unterstreicht diese Konstanz die Bedeutung, die dem Thema Weiterbildung beigemessen wird.

Insgesamt zeigt sich: Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleiben die Budgets für Weiterbildung auf einem bemerkenswert stabilen Kurs – mit Tendenz zur gezielten Aufstockung. Unternehmen setzen zunehmend auf qualitativ hochwertige Lernangebote, um sich im Wettbewerb zu behaupten und langfristig zukunftsfit zu bleiben.

Weiterbildung im Wandel: Mitarbeitende entscheiden immer öfter mit

Die Auswahl von Seminaranbietern ist in vielen Unternehmen längst keine reine Managemententscheidung mehr – das zeigt die aktuelle Erhebung deutlich. In 40,2 % der Fälle erfolgt die Entscheidung heute gemeinsam durch Mitarbeitende und Verantwortliche im Unternehmen. Dieser kooperative Ansatz spiegelt ein gestiegenes Bewusstsein für passgenaue Weiterbildung wider – sowohl aus Sicht der Unternehmensziele als auch aus Perspektive der individuellen Lernbedürfnisse.

Weiterhin treffen in 36,9 % der befragten Unternehmen ausschließlich Verantwortliche die Auswahl – ein Zeichen dafür, dass Weiterbildung strategisch gesteuert bleibt. Doch auch der Wunsch nach Selbstbestimmung wird lauter: Bereits 20,3 % der Unternehmen überlassen die Entscheidung zunehmend den Mitarbeitenden selbst – ein beachtlicher Anteil, der auf eine Kultur der Eigenverantwortung und Partizipation schließen lässt.

Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen setzen nicht nur auf Inhalte und Formate, sondern zunehmend auch auf Beteiligung bei der Auswahl von Bildungsanbietern. Weiterbildung wird dadurch nicht nur zielgerichteter, sondern auch stärker als gemeinschaftlicher Prozess verstanden – ein Signal für moderne Personalentwicklung mit Weitblick.

Kriterien für die Auswahl von Seminaranbietern: Zwischen Kalkulation, Vertrauen und Formatvielfalt

Was macht einen Seminaranbieter attraktiv? Die aktuellen Zahlen zeigen: Unternehmen denken bei der Auswahl zunehmend wirtschaftlich – ohne dabei auf Qualität und Erfahrung zu verzichten. Das verfügbare Budget ist mit 39,4 %das mit Abstand wichtigste Kriterium. Kostenbewusstsein dominiert damit die Entscheidung über Weiterbildungsmaßnahmen – ein klares Zeichen für den Spardruck, unter dem viele Unternehmen stehen.

Knapp dahinter folgt die Spezialisierung auf ein bestimmtes Thema (37,5 %), was zeigt: Trotz Budgetfokus bleibt fachliche Tiefe gefragt. Unternehmen wollen gezielte Lösungen – punktgenaue Qualifikation statt allgemeiner Weiterbildung.

An dritter Stelle steht mit 25,4 % die Erfahrung mit dem Anbieter. Die Bereitschaft, auf bekannte und bewährte Partner zu setzen, ist hoch. In einer Zeit der Unsicherheit bevorzugen viele Unternehmen verlässliche Strukturen. Ähnlich hoch gewichtet wird der Ruf, das Image und die wahrgenommene Kompetenz des Anbieters (20,8 %) – Vertrauen in Marke und Leistung zählt.

Interessant: Präsenz ist kein Muss mehr. Zwar wünschen sich 22,8 %, dass der Anbieter direkt ins Unternehmen kommt, doch digitale Formate holen auf. 14 % legen Wert auf ein breites Online-Angebot, 12,2 % auf nachgewiesene Kompetenz bei Online-Seminaren – beides Zeichen für den Wandel hin zu flexiblen Lernformaten.

Was Unternehmen und Teilnehmer an Seminaranbietern schätzen

Die Top-Kriterien:

  • Praxisnahe Ausbildung (62,3 %) ist das wichtigste Merkmal bei der Anbieterauswahl.
  • Erfahrene Trainer (52,4 %) und die Vermittlung neuer Erkenntnisse (51,8 %) folgen dicht dahinter.
  • Auch gut aufbereitete, praxisrelevante Unterlagen (45,4 %) und kleine Gruppen (38,9 %) sind für viele ausschlaggebend.


Weniger entscheidend:

  • Aspekte wie ein namhafter Anbieter (25,5 %) oder namhafte Referenzen (36,6 %) spielen im Vergleich eine geringere Rolle.
  • Auch Zertifizierungen (35,8 %) oder die Unabhängigkeit des Anbieters (33,9 %) sind für viele wichtig, rangieren aber hinter inhaltlichen und didaktischen Faktoren.


Inhaltliche Qualität, Praxisbezug und qualifizierte Trainer*innen sind zentrale Auswahlkriterien. Reputation allein reicht nicht – gefragt sind nachvollziehbare, wirksame Lernangebote mit direktem Nutzen für den Arbeitsalltag.

Seminare als strategisches Instrument zur Mitarbeiterbindung

Die Mehrheit der befragten Personen sieht in Seminaren ein wirksames Mittel zur Stärkung der Mitarbeiterbindung. Laut aktueller Umfrage stimmen insgesamt 80,6 % der Aussage zu, dass Seminare die Bindung von Mitarbeitenden erhöhen – darunter 33,8 % „voll und ganz“ sowie 46,8 % „eher“. Damit zeigt sich ein klarer Trend: Weiterbildung wird als wichtiger Faktor für Mitarbeiterloyalität und -motivation wahrgenommen, insbesondere im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

Künstliche Intelligenz: Strategische Relevanz erkannt – Umsetzung stockt vielerorts

Die Umfrage zeigt deutlich: Die Mehrheit der Unternehmen misst dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) eine hohe Bedeutung für die Zukunft bei. 42,1 % der Befragten halten den kompetenten Umgang mit KI in den nächsten zwei bis drei Jahren für sehr wichtig und damit erfolgsentscheidend. Weitere 25,4 % stufen ihn als eher wichtig ein. 

Trotz dieser Einschätzung steckt der tatsächliche Einsatz von KI in vielen Unternehmen noch in den Anfängen. Nur 14,3 % geben an, dass KI strategisch verankert ist. In 33,0 % der Unternehmen kommt KI in einzelnen Abteilungen oder Projekten zum Einsatz. Gerade einmal 2,6 % berichten von einer breiten Integration im Arbeitsalltag. Diese Diskrepanz zwischen wahrgenommener Bedeutung und tatsächlichem Einsatz verdeutlicht, dass noch erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Auch beim Kompetenzstand der Mitarbeitenden zeigt sich ein gemischtes Bild: Nur 13,3 % der Befragten schätzen ihre Teams als hochkompetent im Umgang mit KI-Tools ein. Weitere 17,2 % bescheinigen ihnen gute praktische Kenntnisse. Die Mehrheit der Mitarbeitenden verfügt laut Einschätzung jedoch lediglich über Grundkenntnisse (38,5 %) oder sogar sehr geringe Kenntnisse (31,0 %). Diese Zahlen unterstreichen den Bedarf an gezielter Weiterbildung und Kompetenzaufbau in diesem Bereich.

Trotz der noch geringen Nutzung und begrenzten Kompetenzen ist die grundsätzliche Haltung gegenüber KI ausgesprochen positiv: 70,4 % der Befragten sehen den Einsatz von KI als Chance für Effizienz und Innovation. 17,5 %betrachten ihn sogar als strategisch notwendigen Schritt.

Insgesamt zeigt sich: Die strategische Relevanz von KI ist in den Köpfen angekommen – doch bis zur breiten Umsetzung im Unternehmensalltag ist es noch ein weiter Weg. Um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen, braucht es klare Strategien, konkrete Anwendungsfelder sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeitende.

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